Zeh-Lobbyismus

Kurz notiert:

Amazon hat mir letzte Woche den vorbestellten neuen Roman von Juli Zeh geschickt. Ich habe ihn noch nicht lesen können, fehlende Zeit, fehlende Ruhe im Schädel, noch mehr Ausreden. Aber sobald ich dazukomme, werde ich das Buch mit Sicherheit aufsaugen, ich finde den Stil, in dem Juli Zeh schreibt, einfach überirdisch. Ich glaube, das Wort, das ihn am besten beschreibt ist frei. Die Vergleiche, der Fluss, alles scheint keinen anderen Grenzen oder Gesetzen als einer sehr bestimmten Sprachästhetik unterworfen zu sein. Das allerkomischste an Zehs Büchern: ich habe praktisch auf jeder Seite das Gefühl, mir Sätze rausnotieren zu wollen, weil sie sich so schön als Zitate eignen würden.

Solange ich das nicht lesen kann – ein Artikel von zeit.de, der sich mit dem Buch näher auseinandersetzt. Ich werde ihn natürlich nicht lesen, um jegliche Voreingenommenheit zu vermeiden. Sowas kann den besten Film, das beste Buch versauen.

Abschließend eines der tollen Zitate:

“Schickt die Dummen in den Krieg. [...] Verheizt sie in der Ödnis Afrikas, in asiatischen Dschungeln, egal. Noch fünfzig Jahre Frieden, und die Menschen in diesem Land sind auf das Niveau von Affen zurückgekehrt”
(aus “Schilf”)

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