Eine neue Liebe etc. pp.

Veröffentlicht in Hörenswertes, Link mit Tags , , , , , , am Juli 23, 2009 von nullouvert

„Wie beschäftigt man sich beim Spazierengehen mit dem Hund, wenn das Spazierengehen mit dem Hund an sich einen langweilt?!?“ Die Frage hatte ich mir vor circa drei Monaten gestellt – mein Hund war gerade frisch operiert (eine Kastration, bei der die Ärztin vergessen hat, ihn zu kastrieren … äußerst peinlich), durfte nicht viel rumrennen (wegen frischer OP-Narben) und war zudem aufgrund Antibiotika- und Anderemedikamente-einnahme nicht aufnahmefähig, sodass praktisch jede sinnvolle Beschäftigung mit ihm entfallen ist. Auf diese Art und Weise werden Spaziergänge ganz schnell furchtbar langweilig, vor allem, wenn man dabei immer wieder dieselben Strecken abläuft.

Beantwortet habe ich die Frage mit „Radio!“. Genauer gesagt mit Deutschlandfunk. Ich weiß nicht, ob es an meinen Vorstellungen oder Scheuklappen liegt, aber praktisch alles andere, das ich gefunden habe, ist freundlich ausgedrückt absolute Scheiße. Wie dem auch sei, über das Radiohören bin ich auf Podcasts gekommen – etwas wogegen ich mich mindestens wegen der neumodisch Bezeichnung gesträubt habe (übrigens ein weiteres Anzeichen für kolossal erbärmliches Älterwerden).

Daher – als Empfehlung – hier meine neue Liebe – die drei Podcasts, die ich täglich verschlinge:

  • Adam Carolla Podcast – da privat laufend ein vollkommen unzensierter Podcast vom starke Meinungen vertretenden großartigen lustigen Typen Adam Carolla. Ich will hier nicht schreiben, woher man Carolla kennen könnte oder sonst was, das lässt sich überall nachlesen. Nur kurz meine Meinung dazu: tolle Gäste (Comedians, Freunde von Carolla, Schauspieler, Sportler, querbeet), unter der Gürtellinie-Humor, The Weez ist ein toller Sidekick, die beiden besten Episoden, die ich bisher gehört habe: die mit Artie Lange von der Howard Stern Show und die mit Brad Garrett (Raymond’s Showbruder)
  • Dameshek Show – Show von Dave Dameshek auf espn.com, befasst sich (vorwiegend) mit „amerikanischen“ Sportarten, hier immer gefärbt in den Farben der Pittsburgher Teams (Shek kommt von dort). Sehr gut gemacht, das Einzige, das nervt ist Shek’s manchmal übertreibende Liebe zu den Penguins und Lemieux. Besonderer Pluspunkt: Skyler the Sass (Shek’s sidekick).
  • UND

  • Der absolut ÜBERRAGENDE BS Report with Bill Simmons auf espn.com. Ich persönlich liebe die Art und Weise, wie Simmons seine Kolumnen schreibt. Sarkastisch, voller popkultureller Anspielungen, anti-Lakerish und pro-Bostonish, ich meine was will man mehr? Der Podcast ist ein zu-hörender Fortsatz der Kolumen, ebenfalls mit tollen Gästen (spontan fallen ein: Mavs-Besitzer Marc Cuban, T-Wolves Rookie des letzten Jahres Kevin Love). Absolute Highlights: Podcasts mit seinem Yankee-freund Jack-O – „Ooooooooh Johny!“

Altern in Würde

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags am Juli 23, 2009 von nullouvert

Ohne Bitterkeit, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr verdienen die Anzeichen meines Älterwerdens eine Top-Ten-Liste (in unpersönlichem englischem „du=man“-Stil). Auch wenn ich die Wochenshow – vor allem aufgrund ihres „Samstag-Nacht-News“-Abklatsch-Charakters – hasse. Los geht’s:

10. Du vermisst Mixtapes auf Kassette
9. Der absoulte Lieblingsspieler deiner Jugend, hat nicht nur seine Karriere beendet, sondern ist sogar schon in der Hall of Fame (z. B. MJ)
8. Verwandt mit 9: Dein aktueller Lieblingsspieler ist jünger als du (z. B. LeBron)
7. Wenn du 16-jährige Kids rumknutschen siehst, fragst du dich, ob das legal ist, weil sie für dich wie 12-jährige ausschauen
6. Du kaufst Bier in Kästen und Wein in Kisten, letzteres bei einem Pfäzer, den du deinen „Winzer“ nennst
5. Du schimpfst über die „heutige“ Musik
4. Du lebst in einem Zweifamilienhaus am Rand der Stadt und hast kein Problem damit, 20 min nach Downtown zu brauchen
3. Deine Lieblingsserien laufen in Wiederholungen (mit immer schlechter werdenden Qualität) zu unmöglichen Zeiten
2. Deine Affäre ist verheiratet und schwanger

und

alles toppend

1. Deine Affäre ist geschieden und hat ein Kind

Mkay – ich bin alt

Lieber Blog

Veröffentlicht in Tagebuch am Juli 21, 2009 von nullouvert

auch wenn du denkst, du und dein Alter-Ego, das sich in meinem Kopf aufbaut, könnt mir ein schlechtes Gewissen machen, weil ich dich respektive euch vernachlässige: ich habe dich (und euch sowieso) erschaffen, ich kann euch wieder zerstören. Also Schnauze halten.

Sincerely yours,

Ich

PS: das mit dem schlechten Gewissen hat funktioniert – ich schreibe wieder
PPS: bild dir nix drauf ein

More nuts

Veröffentlicht in youTube mit Tags am April 19, 2009 von nullouvert

Je tiefer ich mir das anschaue desto abscheulicher wird das hier.

GESTÖRT

Homophobie

Veröffentlicht in Tagebuch, youTube mit Tags am April 19, 2009 von nullouvert

Homophobie ist für mich ein Zeichen absoluter Dummheit. Ich verstehe, warum Menschen so denken, wenn das Argument „ich will ’sowas’ nicht sehen“ kommt. Menschen ekeln sich vor jedem Scheiß. Meine Tante ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat Angst vor meinem Hund. Eine Ex von mir ekelt sich vor Schmetterlingen, weil sie eigentlich Falter sind. Ich ekele mich vor dem Geräusch trockener Hände auf Styropor. Da ist es recht einfach sich vorzustellen, dass Menschen sich vor Schwulen oder Lesben ekeln. Vor allem weil ihnen ja sehr wahrscheinlich von Kindesbeinen beigebracht wird, dass es nicht „richtig“ ist, schwul oder lesbisch zu sein (hier könnte ich ein paralleler Zweig in Richtung Religion wachsen, think about it). Wie dem auch sei, meine Tante will Hunde nicht verbieten, meine Ex wird kein Schmetterlings-KZ eröffnen und ich werde auch nicht gegen Styropor agitieren. Gegen Schwule und Lesben wird agitiert. Via Stefan Niggemeier dieser Spot auf YouTube:

Ich overuse die Phrase schon, ich weiß, aber: Are you F***ING KIDDING ME?

Das ist eine Hexenjagd, eine gestörte Hexenjagd. So sehr ich nicht verstehe, dass es ernsthaft Nazis und andere Arschlöcher gibt, so kann ich nicht verstehen, wie man so einen ekelhaften widerlichen abartigen hässlichen abstoßenden Werbespot drehen kann.

Auch etwas ekelhaftes (und vor allem dummes) habe ich bei A Double Shot at Love auf MTV gesehen. Die Show ist kurz umrissen eine Bachelor-Variante, in der zehn Typen und zehn Frauen um die Gunst von zwei nach dem diktierten Schönheitsideal saugut ausschauenden Blondinen kämpfen. Die sind bisexuell. Und da sagt ein Typ in der Show ernsthaft das:

„I think being homosexual is politically wrong, scientifically wrong, religiously wrong, socially wrong“ etc. pp.

Hallo?

Man kann das jetzt auf die Amis schieben, das ist ja auch ein etwas eigenes Völkchen. Aber der Hauptunterschied zu uns ist der, dass dort Meinungen laut vertreten werden, während das bei uns alles still und leise vor sich hingedeiht.

Ich habe bestimmt schon ein paar Mal geschrieben, dass ich Dummheit eklig finde. Ich kann den Leuten nicht mehr ins Gesicht schauen, wenn ihre Dummheit mich anekelt, da habe ich ganz „conservative views“, ich habe Angst mich an der Dummheit anzustecken, dass sie mir in meine Lunge kriecht, wenn ich die gleiche Luft atmen muss. Bäh.

Zum Schluss noch ein Video von Michael Moore:

Matschbirne

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags , , , , , am April 19, 2009 von nullouvert

Das Innere meines Schädels fühlt sich heute etwas an wie mit dem Pürierstab veredelt. Liegt hauptsächlich am letzten Abend mit Jörg und einigen Bars. Gestern war diese Monkey Jump Nachfolge Mannheim mitten in der Nacht oder so in den Kneipen meiner Heimatstadt. Und wir haben viel gebechert. Anstatt jetzt irgendwie in schlechtem Gewissen nach einer durchzechten Nacht zu erstarren, hier ein paar witzige Ereignisse der letzten Nacht:

- im Kino Odeon kam gestern ein Film über irgendwie so modernes Balett oder Theater oder so. Gut, der Eintritt war umsonst. Der Film hieß übrigens „Gott-sei-Dank-habe-ich-noch-im-Kiosk-zwei-Blocks-davor-ein-Beck’s-geholt“. Nach zehn Minuten (von denen ich zwei auf der direkt am Kinosaal anschließenden Toilette verbracht habe, deren Spülung im Vorführsaal fast besser zu hören ist als im Klo selbst; ich habe versucht den Trick zu umgehen und im Pissoir nicht zu spülen – keine Chance, Bewegungsmelder) sind wir dann gegangen

- im Frenk’s gibt es extrem leckere Brus(—–Jörg: hier ist ein sprachliches Trennzeichen—–)chetta mit Parmaschinken und Tomaten-Knoblauch-Kram. Wer das Frenk’s nicht kennt: der Laden ist am Wasserturm-Beginn der Fressgasse und hat bis fünf Uhr morgens offen. Nach der Spaghetti-Oper der beste Laden zum mitten in der Nacht Essen – und billiger.

- zu meinem Absackerwhiskey im Novus hat sich ein gegelter Nazi gesellt, der Politikwissenschaft und Geschichte auf Lehramt (Gymnasiallehrer) studiert. Ob das an meiner neuen Haarlänge liegt, weiß ich nicht. Er hat mich aufgrund meiner Rhetorik dem linken Lager zugeordnet. Ich vermute, einem Nazigehirn fehlt es an allen drei räumlichen Dimensionen, es ist offensichtlich – abgesehen von der Steuerung der Körperfunktionen – einzig und alleine da um die von den Sinnesorganen gewonnenen Eindrücke in „Zustand eins“ und „Zustand zwei“ zu trennen. Schwarz und weiß. Wie gut die Farbenanalogie hier passt, erschließt sich beim zweiten Hinschauen. Mir fällt spontan ein elektronisches Element ein, das die gleiche Aufgabe mit Bravour meistert. Gut, dass das keine Stimme für die Wahl im Herbst hat.

LeBron-Fever

Veröffentlicht in youTube mit Tags , , am April 19, 2009 von nullouvert

Die Playoffs gehen los und ich bin vollkommen verrückt nach LeBron James. Daher eine Sammlung von gutem Material:

Be thankful for being able to watch that:

„… What we are watching is historic. This is not just a perennial All-Star, not merely the greatest player of his era, not even the next Kobe.

LeBron James is better than all that….“

Why LeBron is the MVP:

„… Not since Magic Johnson has a superstar doubled as such a galvanizing teammate. If there’s an enduring image of the ‘08-09 season, it’s the way LeBron stamped his personality on everyone around him. They orchestrate goofy pregame intros (my favorite: the team snapshot), trade countless chest bumps, giggle on the sidelines, hang out on road trips and support each other in every way. What’s telling about LeBron’s in-traffic dunks — and he unleashes them more frequently than anyone since Dominique — is how he seeks out his bench for feedback, and even better, how they give it to him. It makes the forced camaraderie of the Lakers seem glaring. If you want to watch a team that pulls for each other and follows the lead of its best player, watch Cleveland. …“

It is magic that happens in basketball right now. The whole freaking sport and/or the industry behind it is reinventing itself right now. Every one remembers the hard time we had when MJ quit after the ‘98 title. The hard time when even with the Lakers back in the championship statistics the hole MJ left was still glaring. Any other year some guard would get drafted high and be described as the „next Jordan“. Who the F cares about the next anything anyway? (except for Pro Sieben and that Uri Geller guy of course) Now you got D-Wade, a crazy Philly team, a young Portland team, you got Superman and Krypto-Nate, a Houston team playing better without its leading scorer, you got the Bulls beating the Celtics with a rookie point alley-ooping to a sophomore center, international players becoming MVPs (hello bad hairdo ballers!), international players in slam dunk contests (Rudy, you rock!). And that is just a very very brief numeration. And on top of that a guy who’s 24 and has already been to the NBA finals, all by himself. Who makes the best basketball players in the league looking no different from his high school opponents just six years ago. I’d say the post-Jordan slump is over.

If LeBron stays healthy he will be greater than anyone ever to play basketball. EVER. Yes including MJ. BTW: he tops MJ in his entertainment factor. Brutally. Could you possibly imagine MJ having tatoos and doing this:

or this

or this

or this

You think he does it before the game? Yeah, not really, check out the buzzerbeating par excellence:

Check him out killing one of the best defenses of this decade:

and another one of the best defenses

Air guitarring

I just realized I need to stop that immediately. You may have gotten the point without further examples.

Shortly said: basketball has headed into a new great era.

Lektion 1: Hinterfragen vor dem Fragen

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags , , , , , am April 7, 2009 von nullouvert

Wie unten angekündigt, wird Richard Dawkins dieses Blog ein bisschen indirekt beherrschen. Aber ich muss ein bisschen ausholen.

In den letzten Jahren meiner ideologischen Entwicklung (beinhaltend: Pazifismus, Atheismus, Liberalismus et cetera perge perge) habe ich mich außer den ganzen anderen – wie meine bessere Hälfte zu sagen pflegt – „schweren“ Themen auch mit Nationalitäten und Rassen (das geht für mich Hand in Hand) auseinandergesetzt. Das dazugehörige Fazit: Nationalitäten und Rassen sind Namen sind Schall sind Rauch sind wertfrei.

Dawkins setzt sich in der „Geschichte der Heuschrecke“ mit Rassen auseinander, explizit mit einem Zitat von R. C. Lewontin auseinander, in dem Lewontin nach einigen Ausführungen mit den folgenden Worten schließt:

„Die Rasseneinteilung der Menschen hat keinen gesellschaftlichen Wert und wirkt zerstörerisch auf gesellschaftliche und zwischenmenschliche Beziehungen. Da einer solchen Rasseneinteilung heute praktisch keine genetische oder systematische Bedeutung beigemessen werden kann, lässt sich für ihre Beibehaltung keine Rechtfertigung mehr anführen.“

In kurz: Da die Rasseneinteilung außer negativem keinen Sinn hat, sollte sie abgeschafft werden. Also praktisch das, was ich dazu denke.

Tatsächlich ist unsere gesellschaftliche Rasseneinteilung mehr als nur sinnlos, sie ist schlichtweg absurd. Man beachte folgendes Foto (objektiv ohne Rücksicht auf die Namen der Personen, die auf dem Bild zu sehen sind):

Wie viele Weiße und wie viele Schwarze sind auf diesem Bild zu sehen?

Aha. Drei Weiße, eine Schwarze? Nein natürlich nicht, wir wissen ja, dass Colin Powell schwarz sein soll, also sind es zwei Weiße und zwei Schwarze. Aber warum ist Colin Powell schwarz? Kein Kind (oder „Marsianer“, wie Dawkins scherzhaft schreibt) würde ihn als Schwarzen erkennen! Dazu muss man sich folgendes überlegen: wenn ich heute ein Kind mit einer schwarzen Frau bekomme, dann ist es schwarz. Denn „Mischling“ klingt blöd, ne? Gut. Wenn dieses Kind mit einem weißen Partner ein Kind zeugt, dann ist auch das schwarz. Und so weiter und so fort. Schwarz ist also „dominant“, im Vergleich zum „rezessiven“ Weiß. Nun will ich hier nicht klingen wie irgendein „White Power“-Spinner oder so, der Angst davor hat, die Schwarzen würden die weiße Rasse verunreinigen, mir ist die weiße Rasse – auf deutsch geschrieben – scheißegal. Aber wir sind mittels meines kleinen Kniffs schon beim Thema angelangt: die schwarze Rasse „verunreinigt“ (auf white-powerish-geschrieben) ein Kind, sodass es und seine Nachkommen immer schwarz sein werden, unabhängig davon wie sehr das auf ihre reale „Farbe“ zutrifft.

Wie bescheuert ist das denn?

Aber ich scheife ab.

Ich war ja ursprünglich zum Schluss gekommen, dass Nationalitäten/Rassen vollkommen sinnlos sind. Und ich muss sagen, dieser Schluss ist nicht vollkommen auf dem objektiven Weg der Vernunft entstanden, sondern mit Sicherheit auch aus einer Voreingenommenheit. Denn so sehr ich Sokrates auch mag, habe ich dabei doch glatt eine seiner Grundlage vergessen: bevor du über Begriffe nachdenkst, solltest du klarstellen, was diese Begriffe bedeuten! Also, bevor ich darüber nachdenke, ob Rassen/Nationalitäten sinnvoll sind: was sind denn Rassen und Nationalitäten? Und da löst sich der ganze Quatsch auch schon auf.

Meine Schlussfolgerung von „Rassen … sinnlos“ (ich habe langsam keine Lust mehr, das immer und immer wieder aufzuschreiben) stammte aus meiner persönlichen Erfahrung. Und die besagte: „wo du herkommst, wie du aussiehst, sagt nichts über die Person aus, die du bist“. Und in der Tat! Meine Rasse, meine Nationalität, sagt nichts darüber aus, ob ich intelligent bin, schnell rennen kann, ein besonderes Talent für das Spielen eines Didgeridoos habe oder gerne Zoophilie betreibe.

(Erklärung wie ich auf Zoophilie komme: in der NEON vom Januar ist ein Artikel über u. a. einen Boeing-Ingenieur, der verstorben ist, „nachdem er sich von einem Pferd penetrieren ließ“. Erste Reaktion: Handfläche auf die Stirn. Zweite Reaktion: Kopfschütteln. Dritte Reaktion: „Ein Pferd?!?!?!??“ Weitere Reaktionen seien dem Leser überlassen. Aua.)

Nein (wir sind wieder beim Rassethema), meine Rasse sagt etwas über mein Aussehen aus, unter Umständen über meine Herkunft, wahrscheinlich auch über den Lichtschutzfaktor meiner Sonnencreme. Meine Nationalität sagt hauptsächlich etwas über meinen kulturellen Hintergrund aus, vielleicht etwas über meine Lieblingssportarten oder Essgewohnheiten. Und natürlich noch einige nicht wirklich relevanten Einzelheiten.

ABER DIESE BEIDEN EIGENSCHAFTEN SAGEN NICHTS ÜBER MICH AUS

Also, quod erat demonstrandum: Dawkins ist großartig und Rassen/Nationalitäten sind nicht sinnlos. Unser vorurteilsbehaftetes Verständnis vom Rassebegriff hingegen schon.

Urlaub

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags , , am April 5, 2009 von nullouvert

Ich bin zurück aus Fuerteventura. Oder „Fuerte“ wie die „coolen“ Menschen sagen. Fuerteventura heißt offensichtlich „großes Glück“. Nun, dann war ich wohl auf „großes“ (Wer Idiotie findet, darf behalten).

Was man auf Fuerteventura machen sollte, davon habe ich absolut keine Ahnung. Anstatt wie letztes Jahr auf Kreta eine Reise durch das Land und die Berge zu machen, habe ich diesmal außer Flughafen, Hotel und Strand nichts gesehen. Was aber nicht so schlimm sein dürfte, die Insel schaut nicht aus, als hätte sie kulturell allzu viel zu bieten.

Stattdessen hier eine kurze Liste der Beschäftigungen:

- Glatze rasiert
- Richard Dawkins’ „Geschichten vom Ursprung des Lebens“ und Juli Zehs „Die Stille ist ein Geräusch“ gelesen (die Nachbeben des Ersteren werden hier noch zu spüren sein)
- in den sackkalten Atlantik bis zum Bauch reingekommen
- in den etwas wärmeren Pool komplett
- braun geworden

in einem Bild:

Urlaub

Kaputtenästhetik

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags am März 22, 2009 von nullouvert

Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr rauche und die verrücktesten Zeiten mit Sicherheit vorbei sind; dieses Bild macht Nostalgie

Die Kills drehen mir an allen vorhandenen Rädern, diese Leidenschaft geht über alle Präzision; ich liebe die Menge an purem Leben, die in ihrer Musik drin ist, irgendwie schräg und trotzdem eingängig;
Sirenengesang